Tips zum Immobilienverkauf

Es gibt viele Möglichkeiten...

...die allesamt unter Umständen nicht viel Geld kosten, aber Ihren Immobilienverkauf evtl. verkürzen oder aber auch den Verkaufwert Ihrer Immobilie merklich steigern können.



· Die Aussenansicht, der erste Eindruck

Meist schaut sich der Interessent die Immobilie vorab von aussen an.
Deshalb sollten Sie Ihre Immobilie bereits hier bestmöglich präsentieren.

Achten Sie darauf dass der Vorgarten, der Zaun und der Eingangsbereich gepflegt und sauber ist.
Die Zäune sollten nicht herrunter hängen oder verwildert sein, notfalls diese spannen, richten und oder streichen.

Auch Kinderspielzeug oder Fahrräder in der Hofeinfahrt oder auf den Zuwegen sollte vermieden werden.
Nicht das der einfahrende Interessent dieses übersieht und einen Schaden an seinem Fahrzeug verursacht.
Dies wäre wohl ein denkbar schlechter Start eines Verkaufsgespräches.


Ein "NoGo" sind auch volle oder gar stinkende Mülleimer sowie die Ansammlungen von "Gelben Säcken", Sperrmüll oder sonstigem Unrat.
Ob im Innen- oder Aussenbereich, dem Gartenhäuschen, dem Keller, Dachboden oder Garage.
Fahren Sie Ihren Abfall, Unrat oder Sperrmüll rechtzeitig weg, denn es gibt Erfahrungsgemäß nichts Schlimmeres wie schlechte Gerüche oder gar Ungeziefer das dem Interessenten bei der Besichtigung über die Füße krappelt.


· Im Gartenbereich...

...ist ebenfalls aufzuräumen. Es sollte nichts herrumliegen, Gartengeräte wie Wasserschlauch und Rechen etc. gehören nach getaner Arbeit in die Gartenlaube und nicht auf den Rasen.

Auch die "Bierganitur" sowie das Geschirr und der Grill vom letzen Grillfest gehören aufgeräumt, schließlich erwarten Sie "hohen" Besuch.

Der Rasen sollte gemäht, Bäume und Büsche geschnitten, und die Beete von Unkraut befreit sein.
Im guten und ganzen sollte der Garten einen gepflegten Eindruch vermitteln.

Poolanlagen sind zu säubern, ein kleiner Blickfänge wie zB. weisse zusammen gerollte Handtücher auf den Poolliegen lassen gleich ein weinig Urlaubsstimmung aufkommen.

Wäscheständer auf dem Balkon, der Terasse oder gar in der Wohnung sind ebenfalls zu vermeiden, statt dessen machen sich in den genannten Bereichen sowohl frisches Obst oder Blumen, auf sauberen Tischdecken evtl. sehr schön.



Mal ehrlich, möchten SIE hier wohnen?


Aussenfassaden und Wände sollten sauber und ansprechend wirken.

Abfallender Putz oder "Grafitti" wirkt nicht gerade Vertrauenserweckend.
Selbiges gilt für Unrat, überquellende Mülleimer oder gar Tierexkrement oder ähnliches.

Dachziegel, Balkone, Terrassen und Pflastersteine sollten nach Möglichkeit gereinigt und von Vermoosungen frei sein.

"Überquellende" Briefkästen sollten geleert und wenn Sie kaputt sind ausgetauscht werden.



· Im Innenbereich sollte...

...nach Möglichkeit eine gewisse Ordnung und Sauberkeit herrschen, man muss zwar nicht "vom Boden essen" können, aber Staub saugen und oder den Fussboden wischen sollte man schon tun.

Dreckiges Geschirr oder herumliegende Schmutzwäsche sind ein absolutes "NoGo" !!!

Reinigen Sie alles was bei näherer Betrachtung eine Reinigung gebrauchen könnte. Hierzu zählen auch Fenster, Türen, Türstöcke, Türgriffe und Lichtschalter. Ein sauberes Badezimmer ist ein absolutes MUSS.

Auch Spinnweben in den Ecken und an den Decken und Lampen sollten entfernt werden.

Fleckige Wände sollten gestrichen werden. Bitte beachten Sie hierzu unsere Anmerkungen (unten) unter "Malerarbeiten".

Gerüche wie z.B. durch herumstehende Schuhe ("Stinkstiefel") sollten vermieden werden, packen Sie diese in den Schuhschrank und helfen Sie evtl. dezent mit Raumspray nach, jedoch bitte nicht übertreiben.
Gutes lüften beugt nicht nur Schimmelbildung vor, es hebt auch das Raumklima.


Sollte Ihre Immobilie längere Zeit leer stehen, ist es angebracht des Öfteren einmal die Klospülung zu betätigen sowie die Wasserhähne zu öffnen, so dass sich kein "Brackwasser" ansammelt kann, was unter Umständen ebenfall für schlechte Gerüche sorgen kann.

Auch die Heizung sollte, je nach Jahreszeit, in Betrieb sein. Zum einen als Vorführeffekt das sie funktioniert. Zum anderen das eine gewisse Wohlfühlatmosphäre herrscht. Ein Interessent der im Winter, innerhalb der Wohnung, einen "Schüttelfrost" erfährt wird schlecht von den guten Wärmeeigenschaften der Immobilie zu überzeugen sein. Im Winter, bringt ein Feuer im Kamin, sofern dieser vorhanden, gleich eine gewisses Wohlgefühl und hebt die "Käuferstimmung".

Testen Sie vor dem Verkaufsstart alles auf seine Funktionsfähigkeit und tauschen Sie es gegebenenfalls aus bzw. lassen Sie es reparieren.
Beispiel: Fenster, Türen, Schlösser, Lichtschalter, Steckdosen, Rollos, Funkfernbedienungen, Wasserhähne, Klospülungen, Elektrogeräte die mitverkauft werden wie z.B. in der Einbauküche. etc.


· Grobe Schäden...

...sollten grundsätzlich, fachgerecht, vor dem Verkaufsstart behoben sein!

Unsere Erfahrung zeigt das es in der Regel nichts bringt eine Immobilie, trotz Putz- oder gar Feuchtigkeits- oder anderer grosser Schäden, anzupreisen!

Auch die Verkäuferaussage "ich kann ja was vom Preis nachlassen" erweist sich meist als negatives Verkaufsargument. Zum einen kennt sich der Kaufinteressent meist gar nicht mit der Materie aus, nimmt daher oft einen viel zu hohen Arbeits-/Kostenaufwand an, oder sieht es von Nöten einen Fachmann hinzu zu ziehen was wiederum die Verkaufsverhandlung unnötig in die Länge ziehen kann.

Grundsätzlich gilt, Reparaturen bedeuten Mehrkosten für den Käufer
und geben ihm unter Umständen die Möglichkeit den Kaufpreis bis in das bodenlose zu drücken.
Es ist daher meist lukrativer für Sie diese Schäden selbst zu beheben und dadurch den Preis stabil bzw. aufrecht zu erhalten!




· WICHTIGES zum Thema Malerarbeiten

Verzichten Sie auf dunkle Farben oder dramatische Muster, denn nicht jeder Interessent wird diesen Geschmack mit Ihnen teilen.
Helle, freundliche und neutrale Farben wie z.B. Weiss wirken meist besser und lassen die Räumlichkeiten größer und heller erscheinen.


Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen das Malerarbeiten schon einige Wochen vor dem Verkaufsstart beendet sein sollten, sonst bekommt der Interessent möglicherweise den Eindruck das Sie was verbergen wollen.

Frische Malerarbeiten, auch wenn sie gut gemeint sind, und Sie nichts zu verbergen haben, machen den Interessenten meist unnötig Misstrauisch!




Das Verkaufsgespräch mit dem Interessenten:

· Verhaltensregeln

Wie auch die Immobilie ist der "Verkäufer" ein nicht unerheblicher Faktor der über einen positiven oder negativen Verkaufsverlauf beiträgt.

Hierzu einige wichtige Verhaltensregeln:

Achten Sie als Person ebenfalls auf ein natürliches, gepflegtes Erscheinungsbild und vermeiden Sie Gerüche wir z.B. nach Nikotin, Knoblauch oder ein starkes Deo / Aftershave.
Sie brauchen sich nicht in "Schale" zu werfen wie wenn Sie einen Opernball besuchen. Dies wirkt meist überheblich und schreckt den Interessenten eher ab. Achten Sie einfach darauf einen sauberen gepflegten Eindruck zu vermitteln.

Stürmen Sie nicht gleich aus dem Haus um den Interessenten zu begrüßen
wenn Sie sehen dass er angekommen ist und die Aussenanlage gerade beäugt. Lassen Sie ihm Zeit sich mit der Immobilie vertraut zu machen. Erst wenn er sich eindeutig der Eingangstüre nähert oder klingelt (sofern Ihre Klingel funktioniert), können Sie die Türe öffnen.

Eine Besichtigung sollte ohne Zeitdruck durchgeführt werden.
Der Interessent muss die Möglichkeit haben alle Räumlichkeiten zu besichtigen und sich einen umfassenden Eindruck zu machen. Geben Sie ihm die Zeit und die Möglichkeit sich vorzustellen Besitzer dieser Immobilie zu sein und evtl. hier zu wohnen.

Ab und an wird vom Interessenten eine Zweitbesichtigung, evtl. mit einem Fachmann gewünscht. Diese sollten Sie weder verwehren, noch hinterfragen oder "auf die lange Bank" schieben. Eine sofortige Zusage für eine Zweitbesichtigung zeigt dem Interessenten auch das Sie nichts zu verbergen oder zu verheimlichen haben.

Vergessen Sie niemals - Sie wollen was vom Interessenten, nicht er von Ihnen!
"Wieso", werden Sie sich nun fragen!? "Er will doch mein Haus kaufen".
FALSCH, Immobilien wie Ihre, oder ähnliche, gibt es unter Umständen viele. Sie haben jedoch nur eine zur Verfügung und wollen das er diese kauft und unter Umständen eine nicht unerhebliche Summe dafür "auf den Tisch" legt.
Die Aussage " Ich muss ja nicht verkaufen" ist hier fehl am Platz, ob Sie verkaufen müssen ist unerheblich. Fakt ist, Sie wollen es verkaufen, ansonst hätten Sie es ja wohl nicht beworben, oder?

Das der Interessent Ihre Immobilie in den höchsten Tönen lobt, wird selten der Fall sein.
Eher wird er nach diversen Mängel suchen und diese benennen, schließlich sind diese wichtig für seine späteren Preisverhandlungen mit Ihnen.
Eines gleich vorweg, kaum ein Interessent möchte den Kaufpreis zahlen der von Ihnen angegeben bzw. ausgeschrieben wurde, dies gilt einzukalkulieren.

Bleiben Sie freundlich, sachlich und ruhig, auch wenn es Ihnen schwer fällt oder Sie sich in "Ihrer Ehre" angegriffen fühlen. Sie wollen dem Interessenten Ihre Immobilie verkaufen und Ihn nicht heiraten!

Sein Sie darauf gefasst das der Interessent Einblick in alle Objektunterlagen sowie Pläne und Abrechnungen wünscht.
Halten Sie alles Griffbereit und evtl. sogar in Kopie, so daß Sie diese dem Interessent mitgeben können und dieser die Möglichkeit hat sich Zuhause, in aller Ruhe, nochmals mit Ihrer Immobilie zu befassen.

Sollte zu Ende des Verkäufsgespräches nach wie vor das Interesse des poteniellen Käufers vorhanden sein, fragen Sie Ihn nach seinen konkreten Preisvorstellungen und natürlich ob diese durch evtl. Finanzierungsanfragen bereits gesichert ist.
Die sind zwar legitime Fragen bei denen Sie allerdings mit Vorsicht und Gespür vorgehen sollten so daß sich der Interessent nicht "überrumpelt" fühlt.



Bei Mängel und Schäden die Ihnen bekannt sind...

...tun Sie sich bitte selbst einen Gefallen.
Es bringt nichts wenn Sie diese dem Interessenten verschweigen oder versuchen diese durch Lügen, Verschleierungen oder ähnlichem zu vertuschen. Wenn dies der Interessent heraus bekommt, und das tut er spätestens wenn die Immobilie in seinem Besitz übergegangen ist und er Sie bewohnt, kann es unnötigen Ärger geben der oft vor Gericht endet. Je nach Schaden kann dieser dann evtl. sogar eine Vertragsrückabwicklung zuzüglich Schadenersatz verlangen!
Dies kann unter Umständen für Sie sehr schnell und sehr teuer werden!
Lassen Sie daher bekannte Schäden mit in den Kaufvertrag aufnehmen, so schützen Sie sich vor Aussagen wie "das hab ich nicht gewusst".




· Resümee:

1.
Eine Immobilie ist immer nur so viel Wert wie der Interessent bereit ist zu zahlen!

...da bringt es auch nichts mit irgend welchen Wertgutachten zu wedeln oder offensichtliche Mängel "Gutzureden". Deshalb, Sie wollen einen guten Preis erzielen? Dann präsentieren Sie hierzu eine gute Immobilie!
...wir helfen Ihnen gerne mit einem "CleanUp" die Verkaufsschancen zu steigern.
(Mehr Informationen dazu? HIER KLICKEN)

2.
Besichtigungstermine mit einem Interessenten sollten Sie immer von einem Profi durchführen lassen.
Wie oben beschrieben gehört hierzu meist mehr Fachwissen, Erfahrung und Verhandlungsgeschick wie manch einer denkt.

Auch die Vermarktung sollte "gelernt" sein, denn auch diese bietet viele Tücken und Hindernisse die meist nur durch Erfahrungen bewältigt werden können. Eine falsche oder fehlerhafte "Anpreisung" kann einen erfolgreichen Immobilienverkauf bereits zu Anfang zum scheitern verurteilen oder zu späteren Missverständnissen führen die im schlimmsten Fall, wie oben beschrieben, sogar vor Gericht landen.


Wir unterstützen Sie gerne und führen eine professionelle Vermarktung / Verkauf für Sie durch.
(HIER klicken, für eine schriftliche Kontaktaufnahme mit unserem Service-Team)


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